Literaturverlag Droschl
Erscheint am 13. März 2026
Gebundene Ausgabe: 48 Seiten
ISBN 978-3-99059-195-6

Gedankenspiele über die Einsamkeit

»Wir als die sozialen Wesen, die wir sind, einander suchend, aufeinander angewiesen, in Beziehung zueinanderstehend, sind immer und gleichzeitig und auf die traurigste und fürchterlichste Weise einsam.«

In Milena Michiko Flašars Prosawerk ist Einsamkeit ein wichtiges Element. Nun exerziert die preisgekrönte Autorin in ihren Gedankenspielen diesen Begriff exemplarisch anhand eines Lebens durch: von der Geburt bis zum Tod blickt Flašar auf Lebensabschnitte und begibt sich auf Spurensuche.

Wo gibt es Momente von Einsamkeit? Und was sind die Gründe dafür? Sie denkt über unterschiedliche Arten von Einsamkeiten nach, über positive und negative Aspekte, selbstgewählte Formen der Einsamkeit und von außen aufgezwungene. Dabei spielt der interkulturelle Kontext in ihren Überlegungen einmal mehr eine große Rolle: Wie wird Einsamkeit in Japan und wie in Europa wahrgenommen?

Ein kluges, persönliches und feinfühliges Buch, das einen die Welt mit anderen Augen wahrnehmen lässt.

Pressestimmen

Wer mit Flašars Romanen vertraut ist, weiß, dass sie eine menschenfreundliche Erzählerin ist. Eine, die ihre Figuren mit feiner Empathie zeichnet. Sie sieht die Menschen in ihrer alltäglichen Not. Flašars Gedankenspiele folgen dem Lauf des Lebens. Und man bekommt Lust, ihre Romane wieder zur Hand zu nehmen.

– Harald Gschwandtner, Buchkultur

Milena Michiko Flašar denkt und schreibt offen und öffnend. Nicht die Spur von Besserwisserei. Selbst in ihrer Kritik an der Gesellschaft ist sie behutsam, vermeidet jede Form des Urteilens. Bestimmt ein Grund, warum sich die Schriftstellerin auch in ihren Romanen und Erzählungen immer wieder mit Einsamkeit auseinandersetzt.

– Gallus Frei-Tomic, literaturblatt.ch

Zurück bleibt ein trauriges Kind, ein kleiner Mensch, der sich urplötzlich einsam fühlt. Selten wurde die persönlichkeitszersetzende Dimension von Rassismus eindringlicher beschrieben als in dieser tieftraurigen Szene aus dem realen Leben Milena Michiko Flašars.

– Jan Drees, Deutschlandfunk

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