[Ich bin]

Der Geliebte, der Bruder, der Freund – drei intensive Beziehungen, drei Abschiede. Abschiede, die Befreiung und zugleich Neubeginn bedeuten.

WAS BLEIBT VON EINER GROSSEN LIEBE? Wie begeht man ihr Ende? Drei Umzugskisten markieren den Punkt, an dem zwei Menschen jäh auseinander driften. Ein Zugticket entfernt den einen vom anderen. So wie die Ich-Erzählerin einst begonnen hat, Srecko zu lieben, so hört sie – wenigstens vorläufig – damit auch auf. Oder: Wie schaut man ohne tiefere Verletztheit auf eine schwierige Vergangenheit zurück? Beograd, die weiße Stadt, gewährt Zuflucht und führt in einen erinnerungslosen Raum, in dem die Puppenspielerin ihre eigene Geschichte neu erfinden kann. Vor den Einschusslöchern einer vergesslichen Stadt. Oder: Was scheidet die Liebe von der Freundschaft? Rita ist auf dem Weg nach Amerika und Paul blickt eine Nacht lang über den Ozean, der sie beide voneinander trennt. Am nächsten Morgen wird er Maria anrufen und – vielleicht – in eine neue Gegenwart finden.

Tiefgründig und ernst erzählt Milena Michiko Flašar von engen Beziehungen und der Suche nach sich selbst. Ihre Prosa zeichnet sich durch eine soghafte Sprache aus. Sie führt uns in eine magische Welt, die voller sichtbarer und unsichtbarer Zeichen ist. Ein aufregendes Debüt.

Residenz Verlag
Erschienen am 01. September 2008
Broschiert: 144 Seiten
ISBN-10: 3701715041
ISBN-13: 978-3701715046

Pressestimmen

Ein starkes Debüt, auf dessen Sprachspiele man sich einlassen sollte.
(Theresa Steininger, kulturwoche.at)

Poetisch, feinsinnig, hell und äußerst sensibel sind diese Betrachtungen um das Liebesleben und die Flüchtigkeit des Seins.
(Caudine Borries, literature.de)

[Ich bin] ist ein beeindruckendes Prosadebüt, von großer sprachlicher Kraft und voll von intensiven poetischen Bildern.
(Bruno Lässer)

In ihrem Erstlingswerk [Ich bin] geht es um das älteste Sujet der Welt – um Liebende und die Vergänglichkeit von Gefühlen. Aber die Autorin nähert sich ihm, als hätte es niemand vor ihr getan. Der Blick der Autorin ist dabei distanziert, die Sprache poetisch fragmentarisch, doch man wird in die melancholischen Momente mit Wucht hineingezogen.
(Madame)

[Ich bin] ist ein stilistisch äußerst eigenwilliges, bemerkenswert gutes Debüt, das sich sprachlich wohltuend von anderen Büchern gleichen Genres abhebt. Außerdem stößt man oft auf Sätze von ungewöhnlicher Weisheit und Eindringlichkeit.
(Zeitbühne)

Milena Michiko Flašar schlägt einen in der zeitgenössischen Literatur schon lange nicht gehörten Ton an, der auch das Pathos nicht scheut und dennoch niemals kitschig klingt. Ein Buch, das sowohl inhaltlich als auch formal überzeugt.
(biblio)

Mittels ihrer Sprachvirtuosität hebt uns die Autorin auf ihre geistige Plattform und lässt uns Sprache als Instrument und Medium neu begreifen.
(etcetera)

Splitter voller feiner Poesie, Flaschenpost von einer Autorin, die man
von dieser Seite doch noch besser kennen lernen möchte.
(Ö1 Ex libris)